Mangel oder Fülle

Auch, wenn du es schon oft gehört und gelesen hast – aber es nicht glauben magst – es ist so – DU allein ent.scheidest, ob DU im Mangel oder in der Fülle lebst – ja, ich auch – und ich hab mich schon vor geraumer Zeit dazu entschieden, mich lieber von der Fülle beglücken zu lassen.

Ich bin 3x geschieden – das letzte Mal 2008 – und danach ging es mir gar nicht gut – finanziell – weil ich hatte meiem Ex alles Bargeld mitgegeben – hatte die überzogenen Konten behalten – hab das Haus und den dazugehörenden Kredit übernommen – und dann gabs auch noch Probleme mit den Lebensversicherungen, die rumzickten und sich nicht prämienfrei haben stellen lassen.

Ja, es war eine ziemlich heftige Durststrecke – aber mir war auch bewusst, dass es allein in meiner Hand liegt, mich da wieder raus zu holen. Ja, hieß, ich musste mir wieder einen unselbständigen Job suchen – was ich letztendlich auch tat. Ja, sie haben nicht auf mich gewartet – aber ich habe einen gefunden.

Es war zwar nur ein auf ein Jahr befristetes Dienstverhältnis, aber ich bekam danach wenigstens wieder Untersützung vom Staat – was nach 15 Jahren Selbständigkeit nicht der Fall gewesen wäre. Ja, ich hab in jedes Fettnäpfchen getappt, welches man nur irgendwo finden kann – ich hab alle Stolperfallen am eigenen Leib kennen gelernt.

Aber ich hb nicht aufgegeben. Ich liebe das Leben zu sehr, um es aufs Spiel zu setzen – aus meinem eigenen Verschulden. Ja, ich hatte auch Phasen in meinem Leben, wo ich mit 160 km/h auf der Autobahn überlegte, was, wenn ich jetzt einfach auf den nächsten Baum zufahre.

Der Grund, warum ich es nicht tat war der, dass ich nicht sicher sein konnte, dass ich dadurch sicher tot bin – sondern die Gefahr bestanden hätte, dass ichs überleb und dann Zeit meines Lebens behindert gewesen wäre. Also suchte ich nach einer anderen Lösung – damals war Scheidung ein Weg – nach der letzten Scheidung dann eben – Job – immer und immer wieder aufstehen, das Kränchen richten – und weiter gehen.

Mit 35 war ich eigentlich zu überqualifiziert und zu alt – mit 50 machte ich mich dann noch einaml auf den Weg in die Unselbständigkeit. Mit dem Alter ist es äusserst schwierig, wirklich einen Job zu finden, in dem frau sich auch wirklich verwirklichen kann.

Aber mir wars egal – ich hatte schon so viel gemacht – ich hatte schon so viel gelernt – und bevor ich gar nichts hatte, nahm ich auch befristete Jobs an – einmal 1 Jahr – danach 9 Monate – dann 3 Monate – je nachdem, was grad möglich war – in der näheren Umgebung. Jetzt hab ich einen auf 3 Jahre befristeten Vertrag und es kann sein, dass er um 1 Jahr verlängert wird – dan arbeite ich fast bis zur Rente.

Nein, ich brauche nichts fixes – für alle Zeit – ich bin auch in meinem Alter flexibel genug, befristete Jobs auszuführen – und trotzdem Spaß dabei zu haben – und mein Bestes zu geben, um ihn auch erfolgreich auszufüllen.

Und wenn ich das kann – kannst du es auch – wenn du wirklich willst. Ich bin seit Jahrzehnten in der Erwachsenenbildung von Jugendlichen und/oder Langzeitarbeitslosen – und einigen davon konnte ich durch mein Vorbild einen Anreiz geben, selbst (nochmal) in die Gänge zu kommen.

Du findest, ich schreibe zu viel von mir? Über wen sollte ich sonst schreiben? Ich bin der Mensch, den ich am Besten kenne – und von dem ich weiß, wie ich es geschafft habe. Ich weiß nicht, was du brauchst, um in die Gänge zu kommen – weil ich bin keine Hellseherin – ich weiß nicht, wer das hier jetzt liest – ich kann meine Erfahrungen mit dir teilen – und du kannst dir das rausnehmen, was für dich passt.

Falls du ein Problem mit meiner Art zu Schreiben hast – überleg mal – was genau ist es, was dich dabei am Meisten stört? Schreib es dir auf – mache dir eine Liste. Ich weiß, ich polarisiere – entweder liebt man mich – oder man hasst mich. Egal, wie es bei dir ist – warum ist es so, wie es ist?

Schreib alles auf – und dann mach ganz was anderes – und wenn du mal ein Stündchen Zeit hast, dann nimm dir diese Liste und überlege dir, was davon lebst du so ganz und gar nicht – denn das ist immer das, was einem an Anderen stört – die eigenen, nicht gelebten Anteile.

Ja, ich habe mich immer und immer weider über unzuverlässige Freunde aufgeregt – und ich hab auch immer gesagt, ich möchte ganz sicher nicht so werden müssen wie sie, um endlich Frieden zu erlangen. Aber sie kommen immer und immer wieder – und sie mahnen weiter, dass ich manchmal nicht gar so verantwortungsbewusst und verlässlich sein sollte, wie es mein Naturell ist.

Ich bin überzeugt davon, dass, was dich jetzt an mir stört – ist etwas, was du selbst nicht zulässt, dass du es lebst. Ich kann dir versichern – genau deshalb fällt es dir auf. Noch ein Beispiel:

Vor Jahren – ich war hier schon aktiv – und überhaupt im Internet – hatte einige Seiten online – und eben in dem ersten unselbständigen Job nach der letzten Scheidung – war ich auf so Intensiv-Coaching-Tagen – und die Trainerin meinte damals – zeige dich – geh raus – sei präsent.

Ich hatte es nicht verstanden, weil ich war präsent – dachte ich.

Am Montag holte ich die neue Autobeschriftung – ich fuhr mit dem Auto mit der boniup-Werbung in die Klebebox – und in dieser Sekunde fiel mir der Spruch ein – zeige dich – geh raus – sei präsent – und mir wurde plötzlich bewusst – dass es jetzt endlich so ist, wie sie mir damals vorgeschlagen hatte:

Jetzt ist es endlich „MEINS“ – mein Baby – selbst geboren – selbst gezeugt – es entstand in mir – durch mich – von mir – und ich werde es groß ziehen, ohne, dass mir irgendwer dreinreden kann und darf.

Ich hatte mich immer hinter anderen versteckt – hinter einem Dienstgeber – hinter einem (Ehe)Mann – um diese zu repräsentieren – um diesen bestmögliche UnterStützung zukommen zu lassen – aber ich selbst habe mich nie gezeigt – in all meiner Verletzlichkeit – und auch in all meiner Kraft.

Ja – auch du kannst das – dich selbst zu zeigen – präsent zu sein – deinem Leben den Sinn geben, den du gerne hättest – zeige dich – geh raus – sei präsent.

Und vor allem eins – entscheide dich für die Fülle – gestehe es dir zu, in der Fülle leben zu dürfen. Du kennst sicher den Spruch von wegen – ist das Glas halb leer oder halb voll – ent.scheide dich für ein halbvolles Glas – JETZT

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